Datenschutz und die echten Risiken!

02.06.2018, aprankl

Du hast in den letzten Wochen sicher einige Newsletter bekommen mit Informationen, wie man sich auf die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vorbereitet hat, wie wichtig der Datenschutz ist und mit der dringlichen Bitte, dass du nochmals zustimmst zu irgendetwas. Auch FARMDOK liegt die Sicherheit deiner Daten am Herzen. Wir gehen sorgfältig damit um und passen unsere Prozesse und Abläufe an, damit wir gesetzeskonform handeln. In der Mai-Ausgabe des Magazins Lohnunternehmer von der Vereinigung Lohnunternehmer Österreich (VLÖ) ist übrigens ein ausgezeichneter Artikel zum Thema DSGVO und wie man sich darauf vorbereitet veröffentlicht. Die populärsten Themen daraus sind die Themen Newsletter und online Marketing (wobei man sich die Frage stellen sollte, ob das auch die wichtigsten sind).

Das wichtigste am Thema Datenschutz ist, dass man sich damit befasst, sich informiert und man lernt mit Daten und deren Sicherheit umzugehen. Spannend ist, dass die Top-Risiken für deine Daten wahrscheinlich gar nicht so neu sind. Zu diesen Top Risiken gehören:

  • Falscher Umgang mit Passwörtern
  • Schädliche Emails (Malware, Phishing)
  • Kaffee

Auch die Antivieren-Firma Sophos ist ähnlicher Meinung in einem Artikel aus dem Sommer letzten Jahres. Deshalb möchte ich Euch an dieser Stelle ein paar Tipps mitgeben, um Euer persönliches Risiko etwas zu minimieren:

  1. Falscher Umgang mit Passwörtern
  2. Fehler: falsche Passwortwahl. Ein zu kurzes oder einfach zu ermittelndes Passwort (Geburtsdatum, Postleitzahl, Namen, etc.). Man sagt auch „schwache Passwörter“ dazu.

    Fehler: aufschreiben eins Passworts. Passwörter werden gerne auf einen Zettel geschrieben, damit man sie nicht vergisst. Oft werden die Zettel in der Nähe des Computers aufbewahrt, damit man ihn griffbereit hat.

    Fehler: Versenden des Passworts per Email. Emails sind normalerweise nicht verschlüsselt (nicht gesichert), daher kann es unter Umständen in falsche Hände geraten.

    TIPP: Wähle ein Passwort, das du dir merken kannst und nicht zu kurz ist. Oft hilft es, wenn man eine Wortphrase oder sogar einen kurzen Satz als Passwort wählt z.B. HerbertHacktHolz! (vorausgesetzt man heißt nicht Herbert und ist kein Forstwirt; bitte dieses Passwort nun nicht mehr verwenden, weil ich es im Internet veröffentlicht habe). Fortgeschrittene Nutzer verwenden sogenannte Passwort-Manager. Das sind Programme, in denen man seine Passwörter verschlüsselt abspeichern kann und wenn man sich irgendwo mit Passwort und Benutzername anmelden will übernimmt der Passwort-Manager das für dich.

  3. Schädliche Emails
  4. Banken warnen oft vor Phishing Mails. Das sind Emails die scheinbar von einer vertrauenswürdigen Quelle kommen (wie z.B. deiner Bank oder Kreditkartenfirma) und die dich auffordern, auf einen Link zu drücken um etwas zu bestätigen, oder dich irgendwo anzumelden. Die Seiten sehen täuschend echt aus. Auf diese Weise sind vom Bankkonto eines Bekannten 20.000 Euro verschwunden.

    Eine andere Gefahrenquelle sind Mails die Schadsoftware (Malware) enthalten. Das können Dateien mit der Endung .exe oder auch .pdf sein, manchmal haben sie auch keine Endung und sind schwer zu erkennen. Oft verschlüsseln diese Programme Deine Festplatte und erpressen Dich dann, um Geld von Dir zu erhalten.

    TIPP: Der beste Schutz ist bereits, dass man weiß, dass es so etwas gibt und dass man achtsam ist. Kein vertrauenswürdiges Unternehmen fordert dich per Mail auf deine Zugangsdaten einzugeben. Tut das einfach nicht. Öffnet keine Emails oder Dateien von Leuten, die ihr nicht kennt.

  5. Kaffee
  6. Gemeint ist damit, dass jedes elektronische Gerät, also jeder Computer und jede Festplatte früher oder später den Geist aufgibt (ob das durch eine Tasse verschütteten Kaffee ist oder nicht, ist dann auch egal) oder gestohlen wird. Sind deine Daten dann nicht gesichert, dann sind sie weg.

    TIPP: Sichere deine Daten regelmäßig und bewahre sie nicht am gleichen Ort auf, wie deinen Computer, sonst ist die Sicherung sinnlos. Das schützt deine Daten in erster Linie nicht vor Diebstahl, aber vor Verlust bei Diebstahl, Feuer, oder sonstigen Katastrophen. Geeignet sind externe Festplatten, ein sogenannter Network Attached Storage (NAS) oder ein Cloudspeicher. Datensicherung ist ein Thema für erfahrene Nutzer. Wenn du mit dem Thema nicht vertraut bist wende dich am Besten an Bekannte oder einen Berater und bitte sie, dich beim Aufbau eines geeigneten Sicherungssystems zu unterstützen.

FAZIT: Datensicherheit oder viel besser eigentlich Informationssicherheit ist ein sehr vielseitiges Thema (suche nach dem Wort „Informationssicherheit“ doch mal auf Wikipedia). Es gehört bereits in den Schulunterricht integriert und man muss sich immer wieder am Laufenden halten, um keine unnötigen Risiken einzugehen. Gesetze wie die DSGVO spielen eine wichtige Rolle, weil sie die Regeln beinhalten, die die Gesellschaft als richtig und wichtig ansieht. Diese Regeln alleine sind aber nicht ausreichend.

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